Betr.: Bebauungsplan Nr.: 017/2 Golfplatz II und 017 Golfplatz
Sehr geehrter Herr Mevert,
hiermit beantragen wir die Sperrung der Abschläge 1,3 und
4 (siehe Anlage), da von
ihnen eine erhebliche Gefahr für die Bevölkerung ausgeht.
Begründung:
1. Der Abstand der Spielbahnen 3 und 4 zu den privaten
Flächen ist mit 20 m deutlich unter den vom Gutachter Dr.
Wolfgang Siegmann geforderten 30 m.
2. Die Schutzanpflanzung hat erst eine durchschnittliche
Höhe von 2 m und bietet damit noch keinen Schutz.
3. In den angrenzenden Gärten sind schon wiederholt
Golfbälle gefunden worden.
4. Die Schutzanpflanzung ist von einen 2 m breiten Wirtschaftsweg
(Punkt 5) in der Länge durchzogen womit zusätzlich
der Schutz der Bevölkerung gemindert wird.
5. Kurz hinter dem Abschlag 1 quert der offizielle Gehweg
ohne angemessene Sicherung die Spielbahn. Fußgänger
sind dort auf einer Länge von ca. 40 m den Golfbällen
schutzlos ausgeliefert (Punkt 12). Am Punkt 11 ist aufgrund
der Entfernung die Gefahr nicht so hoch, aber dafür ist
der Wanderweg auf einer Länge von ca. 100 m nicht als solcher
zu finden, so daß Wanderer auf die Spielbahnen geraten
können.
Weiterhin verstoßen folgende Punkte gegen die Bebauungspläne
oder die immer wieder getätigten Aussagen auf Bürgeranhörungen.
1. Unter anderem zwischen den Abschlägen 3 und 5
sind standortuntypische Konniferen gepflanzt worden .
2. Es ist immer gesagt worden, dass das Golfplatzgelände
nicht umzäunt wird, aber an den Punkten 1, 2 und 3 sind
undurchlässige Zäune gesetzt worden. Dadurch wird
den Grundstückseigentümern die Hecken- und Zaunpflege
erheblich erschwert.
3. Am Liethstollen (Punkt 7) ist der Lönspfad erheblich
angehoben worden, um die Steigung zu den Golfbahnen zu optimieren.
Dadurch ist der Fußweg hier wie auch im weiteren Verlauf
(Punkt 9) erheblich verschlechtert, und zudem den Amphibien
der Weg in den Liethstollen (Punkt 8) durch Sandsteinblöcke
versperrt worden.
4. Im Bereich des Abschlages 4 treten erhebliche Bodenerosionen
auf, die darauf hindeuten, das die im B-Plan vorgeschriebenen
Rigolensysteme nicht eingebaut wurden. Auch die Bahnböschung
wurde schon weggespült.
5. Weiterhin beobachten wir mit Sorge den Wasserstand
des Liethbachs. Wir vermuten, dass durch die erheblichen Grundwasserentnahmen
der Golfplatzbetreiber der Bach und der Auenwald bei Punkt 9
austrocknet.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Stübke
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