Agenda 21

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Ausblick auf das Vereinsjahr 2004


Im nächsten Jahr stehen vor allem Bau- und Reparaturmaßnahmen ins Haus.
Als vordringlich ist dabei die Wiederinbetriebnahme der Turbine anzusehen, die sicherlich nicht in Eigenleistung zu erbringen ist. Größere Baumaßnahmen sind zudem der Austausch des morschen Tragwerkes des Fußbodens über dem Turbinenschacht und des daran angrenzenden Überlaufes zwischen Mühlen- und Wohngebäude.
Durch die permanente Feuchtigkeit in diesem Bereich sind die Balken derart morsch geworden, daß beim Versuch, die Turbine zu öffnen sich der Balken, an dem das Getriebewerk befestigt ist, bereits wegdrückt. Außerdem muß im Keller mindestens ein Balken neu abgefangen werden, der in seinem Auflagebereich in der Außenwand völlig weggefault ist und dort keinerlei Tragfähigkeit mehr besitzt.
Zudem sind weite Teile des Fußbodens im 1. und 2. OG nur noch unter Gefahr oder gar nicht mehr zu betreten - für eine Zugänglichkeit dieser Räume ist hier ein völliger Austausch der Bodenbretter erforderlich.
Alle Maßnahmen können nicht von uns als Eigenleistung erbracht, aber zumindest unterstützt werden. Aber nicht nur körperliche Arbeit ist in Zukunft gefragt - wir benötigen dringend Personen oder Gruppen, die sich um die folgenden Bereiche kümmern:

Dokumentation:
Wir sollten eine Präsentationsmappe erstellen, in der alle Presseartikel über unsere Mühle bzw. unseren Verein gesammelt werden, dazu eigene Berichte über Veranstaltungen, Arbeitseinsätze oder sonstige Aktionen und vor allem Fotos, die im Laufe der Zeit anfallen. Außerdem sollte Thomas Stübke aus diesem Fundus mit Neuigkeiten für unsere Webseite versorgt werden.

Technik:
Um zukünftigen Besuchern unserer Mühle die technischen Zusammenhänge und Abläufe sowie die Funktion der einzelnen Maschinen und Anlagen zu erläutern, sollte die Funktionsweise der einzelnen Teile so beschrieben und bebildert werden, daß sie auch für technische Laien verständlich werden.
Dabei sollten alle Möglichkeiten ausgenutzt werden - Text, Bilder, Schautafeln, Modelle, Multimedia ...

Recherche:
Es existiert viel Halbwissen und Vermutung über die Geschichte dieser Mühle. Für eine Präsentation als Museum oder Denkmal muß jedoch die Entwicklung dieser Mühlenstelle einmal in eine geordnete, recherchierte Form gebracht werden.
Das gilt für die Nutzung (Bäckerei...), Umbauten, Besitzer, Wendepunkte (Feuer, Abriß, ...) und technische Innovationen. Teilweise wurde damit bereits begonnen, es gibt jedoch noch nichts Präsentierbares. Bei einer der ältesten Mühlstellen Norddeutschlands sollte dieses eine recht interessante Aufgabe sein.
Die Stadt Obernkirchen wird uns sicherlich behilflich beim Zugriff auf Archive sein, Thomas Stübke hat vielleicht Zugang zu alten Karten und Lageplänen, die Kirche hat ebenfalls alte Unterlagen, aus denen sich möglicherweise etwas extrahieren läßt - hier ist viel Kreativität gefragt.

Sicherung:
Bei der Restaurierung der Fußböden und Maschinen wird es erforderlich sein, ganze Maschinen und Anlagen bzw. Teile davon zu demontieren.
Bereits nach wenigen Wochen erscheint jedoch ein Stapel von hölzernen Brettern und Seitenteilen gewöhnlich als kaum wieder zusammensetzbares 3D-Puzzle, mit dem Resultat, daß die zusammengebaute Maschine mit etwas Glück gerade noch die Funktion der vormals zerlegten gemeinsam hat... Da wir es hier mit einem - verbrieften - technischem Denkmal zu tun haben, ist es absolut notwendig, das jedes Detail einer Anlage vor der Demontage so katalogisiert und dokumentiert wird, das es hinterher eindeutig wieder aufzubauen ist. Aufgrund der Wichtigkeit dieser Aufgabe sollte damit direkt jemand beauftragt werden, der sich darum kümmert.
Ziel des nächsten Jahres sollte sein, mit einer funktionsfähigen Turbine ausgewählte, realisierbare Grundfunktionen einer Mühle öffentlich zeigen zu können. Das könnte z.B. der Betrieb des Schrotganges inkl. der dazugehörigen Maschinen sein.

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