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Ausblick auf das Vereinsjahr 2004
Im nächsten Jahr stehen vor allem Bau- und Reparaturmaßnahmen
ins Haus.
Als vordringlich ist dabei die Wiederinbetriebnahme der Turbine anzusehen,
die sicherlich nicht in Eigenleistung zu erbringen ist. Größere
Baumaßnahmen sind zudem der Austausch des morschen Tragwerkes
des Fußbodens über dem Turbinenschacht und des daran angrenzenden
Überlaufes zwischen Mühlen- und Wohngebäude.
Durch die permanente Feuchtigkeit in diesem Bereich sind die Balken
derart morsch geworden, daß beim Versuch, die Turbine zu öffnen
sich der Balken, an dem das Getriebewerk befestigt ist, bereits wegdrückt.
Außerdem muß im Keller mindestens ein Balken neu abgefangen
werden, der in seinem Auflagebereich in der Außenwand völlig
weggefault ist und dort keinerlei Tragfähigkeit mehr besitzt.
Zudem sind weite Teile des Fußbodens im 1. und 2. OG nur noch
unter Gefahr oder gar nicht mehr zu betreten - für eine Zugänglichkeit
dieser Räume ist hier ein völliger Austausch der Bodenbretter
erforderlich.
Alle Maßnahmen können nicht von uns als Eigenleistung erbracht,
aber zumindest unterstützt werden. Aber nicht nur körperliche
Arbeit ist in Zukunft gefragt - wir benötigen dringend Personen
oder Gruppen, die sich um die folgenden Bereiche kümmern:
Dokumentation:
Wir sollten eine Präsentationsmappe erstellen, in der alle Presseartikel
über unsere Mühle bzw. unseren Verein gesammelt werden, dazu
eigene Berichte über Veranstaltungen, Arbeitseinsätze oder
sonstige Aktionen und vor allem Fotos, die im Laufe der Zeit anfallen.
Außerdem sollte Thomas Stübke aus diesem Fundus mit Neuigkeiten
für unsere Webseite versorgt werden.
Technik:
Um zukünftigen Besuchern unserer Mühle die technischen Zusammenhänge
und Abläufe sowie die Funktion der einzelnen Maschinen und Anlagen
zu erläutern, sollte die Funktionsweise der einzelnen Teile so
beschrieben und bebildert werden, daß sie auch für technische
Laien verständlich werden.
Dabei sollten alle Möglichkeiten ausgenutzt werden - Text, Bilder,
Schautafeln, Modelle, Multimedia ...
Recherche:
Es existiert viel Halbwissen und Vermutung über die Geschichte
dieser Mühle. Für eine Präsentation als Museum oder Denkmal
muß jedoch die Entwicklung dieser Mühlenstelle einmal in
eine geordnete, recherchierte Form gebracht werden.
Das gilt für die Nutzung (Bäckerei...), Umbauten, Besitzer,
Wendepunkte (Feuer, Abriß, ...) und technische Innovationen. Teilweise
wurde damit bereits begonnen, es gibt jedoch noch nichts Präsentierbares.
Bei einer der ältesten Mühlstellen Norddeutschlands sollte
dieses eine recht interessante Aufgabe sein.
Die Stadt Obernkirchen wird uns sicherlich behilflich beim Zugriff auf
Archive sein, Thomas Stübke hat vielleicht Zugang zu alten Karten
und Lageplänen, die Kirche hat ebenfalls alte Unterlagen, aus denen
sich möglicherweise etwas extrahieren läßt - hier ist
viel Kreativität gefragt.
Sicherung:
Bei der Restaurierung der Fußböden und Maschinen wird es
erforderlich sein, ganze Maschinen und Anlagen bzw. Teile davon zu demontieren.
Bereits nach wenigen Wochen erscheint jedoch ein Stapel von hölzernen
Brettern und Seitenteilen gewöhnlich als kaum wieder zusammensetzbares
3D-Puzzle, mit dem Resultat, daß die zusammengebaute Maschine
mit etwas Glück gerade noch die Funktion der vormals zerlegten
gemeinsam hat... Da wir es hier mit einem - verbrieften - technischem
Denkmal zu tun haben, ist es absolut notwendig, das jedes Detail einer
Anlage vor der Demontage so katalogisiert und dokumentiert wird, das
es hinterher eindeutig wieder aufzubauen ist. Aufgrund der Wichtigkeit
dieser Aufgabe sollte damit direkt jemand beauftragt werden, der sich
darum kümmert.
Ziel des nächsten Jahres sollte sein, mit einer funktionsfähigen
Turbine ausgewählte, realisierbare Grundfunktionen einer Mühle
öffentlich zeigen zu können. Das könnte z.B. der Betrieb
des Schrotganges inkl. der dazugehörigen Maschinen sein.
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